Ein immer größerer Grilltrend ist das Grillen von Fisch. Der Erfolg von Fisch und Meeresfrüchten liegt vor allem in der Fülle an enthaltenen Mineralstoffen wie Eiweiß, gesunden Omega 3-Fettsäuren und Vitaminen, die für den menschlichen Organismus äußerst wichtig sind.
Das Fisch-Informationszentrums e.V. teilte Anfang des Jahres mit, dass der Pro-Kopf-Verbrauch an Fisch & Meeresfrüchten im letzten Jahr um ein halbes Kilogramm auf 16,1 kg (Fanggewicht) angestiegen ist.
Leider hat der hohe Fischkonsum auch ein Schattenseite: Durch Überfischung sind viele Fischarten vom Aussterben bedroht und müssen geschützt werden.
Aus diesem Grund veröffentlicht die Umweltschutzorganisation Greenpeace jährlich den Greenpeace Fischratgeber, in denen die bedrohten Fischarten vorgestellt werden. Außerdem wird der Fischfang im allgemeinen, die Aquakultur und Chemie in Fischen angesprochen.
Der Ratgeber werden die einzelnen Fische vorgestellt, mit Hinweis auf Fanggebiete und entsprechender Bedenklichkeit.
Der Greenpeace Fischratgeber 2010 kann auf der offiziellen Website heruntergeladen werden.
[...] Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte sind ganz klar auf dem Vormarsch. Laut einer Umfrage von TNS Emnid aus dem Jahre 2009 mag inzwischen jeder zweite Deutsche Fisch auf dem Grillrost. Auf Grund der weltweit gefährdeten Fischbestände sollte beim Kauf allerdings darauf geachtet ob der Hersteller Hinweise auf das Fanggebiet angebracht hat. Bedenkenlos gekauft werden kann zur Zeit zum Beispiel das Pangasiusfilet. Informationen zu den gefährdeten Beständen gibt es im Greenpeace Fischratgeber. [...]
Essen Sie gar keinen Fisch. Die gesundheitsfördernden Omega-3-Fettsäuren können Sie genauso gut über Rapsöl (1 Teelöffel pro Tag), Leinöl (1/4 Teelöffel pro Tag), Walnüsse (3 Hälften pro Tag), oder gemahlene Leinsamen (1 Teelöffel pro Tag) zu sich nehmen.
Viele Gewässer, insbesondere die Meere sind überfischt. Viele Arten sind wegen zu hoher Fangquoten und umweltzerstörender Fangtechniken nahezu ausgerottet.
Aquafarmen sind keine Alternative, da sie im höchsten Maße umweltgefährdend und tierquälerisch sind. Weltweit werden so ca. 16 Mio. Tonnen Fisch gezüchet. Meist wird nur eine einzige Art in Monokultur mit umfangreicher Technik und Chemikalien auf engstem Raum herangezogen. Kraftfuttercocktails sollen die Fische schnellstmöglich verkaufsreif wachsen lassen. Die Stoffwechselprodukte der Fische verursachen eine explosionsartige Ausbreitung der Algen und eine ökologische Zerstörung des Gewässers.
In Anbetracht der Schadstoffbelastungen der Meere wird deutlich, daß Fisch kein gesundes Nahrungsmittel sein kann, denn aus verschmutzten Gewässern können keine “unverschmutzten” Fische kommen. Die in den Wassertieren abgelagerten Schadstoffe wie Arsen, Blei, Cadmium, Quecksilber und Pestizide werden mitgegessen, ebenso wie die in den Aquafarmen den Tieren zugeführten Wachstumshormonen und Antibiotika.
Irgendwas muss man aber noch essen, verdammt nochmal! Immer diese Klugscheisserei….