Welcher Grill darf es sein?
Bei der Verwendung verschiedener Grills scheiden sich die Geister. Während die einen ohne den typisch rauchigen Geschmack kein Grill-Feeling aufbauen können, gibt es andere, die das schnelle Grillen bevorzugen und auf einen Elektro- oder Gasgrill zurückgreifen.
Auf dem offenen Feuer haben bereits unsere Vorfahren vor einigen Tausend Jahren das Fleisch gegrillt, das die Jäger in mühsamer Arbeit beschafft haben. Vielleicht liegt es auch an dieser langen Tradition, dass für die meisten nur der Holkohlegrill in Frage kommt.
Beim BBQ mit diesem Grill sollte man auf jeden Fall etwas Zeit mitbringen. Das Anheizen des Grills nimmt denn auch schon eine halbe bis eine Stunde in Anspruch, denn nur, wenn die Briketts oder die Holzkohle richtig durchgeglüht sind, lässt sich gut grillen.
Darüber hinaus ist die Reinigung eines Kohlegrills aufwändiger als bei seinen Kollegen, die mit Strom oder Gas arbeiten.
Beim Grillen mit Holzkohle entwickelt sich der grill-typische Geschmack des Grillguts, weshalb in den Augen vieler Grillexperten allein diese Methode alleinige Daseinsberechtigung besitzt.
Wer mit Kohle oder Holz grillt, der braucht ein bisschen Erfahrung, denn die Hitze lässt sich nicht wie bei einem Herd mit einem drehen am Schalter regulieren. Es bedarf der Beobachtung der Glut, um zu wissen, wie heiß die Grillfläche gerade ist.
Grundsätzlich lässt sich auf einem Holzkohlegrill nahezu jede Fleischsorte oder auch Fisch grillen. Ebenso kann Gemüse verwendet werden.
Ohne langes Vorglühen kann mit dem Gasgrill sofort losgelegt werden. Über einen Regler lässt sich die Temperatur einfach und unkompliziert regeln. Beim Grillen mit Gas entsteht kaum Qualm oder Rauch, wodurch dieser Grill wohl auch weniger die Nachbarn stören wird. Grillen lässt sich auf diesem Grill ebenfalls alles, von Fleisch über Geflügel, Fisch oder auch Gemüse.
Allerdings sind Gasgrills weniger flexibel zu handhaben als Holzkohlegrills, da immer eine Gasflasche benötigt wird. Darüber hinaus ist ein solcher Grill meist schwerer und nimmt mehr Raum ein, weshalb der Transport umständlicher wird.
Das Grillgut besitzt nicht den typischen Grillgeschmack, den ein Holzkohlegrill entwickelt. Allerdings soll das Grillen auf Gas gesünder sein als mit Kohle. Wer den Geschmack noch ein wenig erhöhen möchte, der kann auf Gasgrills mit Lavasteinen ausweichen.
In den USA, wo mit Leidenschaft gegrillt wird und das BBQ zum kulinarischen Standard gehört, sind Gasgrills weit verbreitet. Auch in unseren Breiten werden immer mehr Gasgrills verkauft. Sie sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich und reichen vom einfachen Exemplar, bis hin zu großen Grillstationen mit mehreren Grillebenen.
Der Elektrogrill besitzt einige Vorteile. So kann man mit dem Grillen fast sofort nach dem Anschalten starten. Die Grilltemperatur kann bequem geregelt werden. Für Wohnungen mit Balkon oder einer kleinen Terrasse ist ein Elektrogrill sehr gut geeignet, da er einerseits sehr wenig Platz einnimmt und eine sichere Variante gegenüber einem Kohlegrill darstellt.
Allerdings ist man denn auch auf die Steckdose angewiesen. Grillen außer Haus ist demnach nicht möglich. Des Weiteren sollte nur Kurzgebratenes aus dem Grill landen. Aufwändige Grillspeisen sind auf dem Elektrogrill kaum zu bewältigen. Für Spieße mit Geflügel oder Gemüse reicht der Grill aber allemal.
Welche Wahl der jeweilige Grillmeister letzen Endes trifft, hängt von vielen Faktoren ab. Je nach Gewichtung der Kriterien entscheidet man sich für den Holzkohlegrill, den Gas- oder Elektrogrill. Zu guter Letzt bleibt nur noch zu sagen: Jeder nach seinem Geschmack!